Einige Geschöpfe jedoch haben instinktiv dieses Wissen, das die meisten Menschen sich erst durch eine Ausbildung aneignen müssen. Bestimmte Tiere, die weder Geist, noch Intellekt besitzen, um sich einer Ausbildung unterziehen zu können, und die, kurz gefasst, keinerlei rationales Bewußtsein haben, können sich selbst sehr einfach kurieren. Das bemerkenswerte Phänomen bei den Selbstheilmethoden der Tiere ist, dass sie genau zu wissen scheinen, was sie zu tun haben und was bei jeder einzelnen Krankheit wirksam ist. Sind es tatsächlich die Tiere, die diese Dinge entscheiden? Wie haben die Tiere sich solch ein Wissen angeeignet? Die Evolutionisten behaupten, dass das meiste Tierverhalten, wie dieses, instinktiv ist, doch den Ursprung dieser Instinkte, und wie diese zustande kamen, können sie nicht erklären.
Von vornherein kann gesagt werden, dass es jenen Geschöpfen nicht möglich ist, diese Verhaltensweisen im Lauf der Zeit zu erlernen. Ein Tier, z.B., das sich vergiftet, wird sofort sterben und es wird ihm nicht möglich sein, sich vorzustellen wie es den, die Vergiftung verursachenden Faktor ausschalten könnte, außerdem darf nicht vergessen werden, dass Tiere kein rationales Bewußtsein haben, mit dem sie solch eine Lösung erdenken könnten.
Wir wollen uns anhand eines Beispiels betrachten, wie Tiere ein scheinbar bewußtes Verhalten an den Tag legen, indem sie sich selbst kurieren. Der Ara, ist eine, in den tropischen Gegenden Mittel- und Südamerikas vorkommende Papageienart. Eine der auffallendsten Eigenschaften dieser Geschöpfe ist, neben ihrem leuchtenden Gefieder, dass sie sich von giftigen Samenkörnern ernähren. Diese Vögel, die selbst die härtesten Schalen mit ihren gebogenen Schnäbeln aufbrechen können, sind Experten auf dem Gebiet der giftigen Samenkörner. Das stellt eine erstaunliche Situation dar, denn ein Vogel, der giftige Samenkörner frißt, sollte eigentlich dadurch zu Schaden kommen, doch überraschender Weise trifft das in diesem Fall nicht zu. Unmittelbar nachdem der Vogel die giftigen Samenkörner verzehrt hat, fliegt er an einen Ort mit tonhaltigem Felsgestein und beginnt sogleich an dem lehmigen Gestein zu nagen. Der Grund für dieses Verhalten ist, dass die Lehmbröckchen die Giftstoffe der Samen absorbieren und dabei die Wirkung des Gifts neutralisieren. Auf diese Weise können die Vögel die Samenkörner verdauen, ohne sich dabei irgend welchen Schaden zuzufügen 28
Den Aras ist es sicherlich nicht möglich von sich selbst aus zu wissen, wie sie das, in den Samen vorhandene Gift, das sie mit denselben einnehmen, neutralisieren können. Es ist offenbar, dass solch ein scheinbar bewusstes Verhalten in Tieren nicht von diesen Geschöpfen selbst entwickelt worden sein kann, und dass der Ursprung desselben auch nicht in irgend einer Kraft oder sonstigem der Natur zueignen Faktor gesucht werden kann. Eine unsichtbare Macht kontrolliert das Verhalten aller Geschöpfe und inspiriert sie mit einem Verhalten, das ihnen zuträglich ist. Diese unvergleichliche Macht ist Gott zu eigen, Der übergeordnetes Wissen besitzt und über alle Dinge waltet und sie erhält.
Die Bienenfresser bauen ihre Nester indem sie Löcher in die Sandsteinklippen oder in die grobe Erdkruste entlang der Flussbänke hauen, wobei sie fortwährend mit ihrem Schnabel auf die Oberfläche hämmern. Sie fahren fort mit dieser Ausgrabungsarbeit bis die Löcher zu einem engen Tunnel von bis zu einem Meter Länge werden. Die kurzen, starken Klauen des Bienenfressers helfen ihm ebenfalls, die Flanken des Nests zu erweitern. Die losen Erdbrocken wirft er ebenfalls mit Hilfe seiner Klauen aus. Einige Spezies dieser Bienenfresser leben in Nestkolonien mit Bevölkerungen von 1000 oder mehr Vögeln. Die Wissenschaftler können sich nicht erklären, wie jeder einzelne Vogel in dieser schwärmenden Masse der Kolonien sein eigenes Nest erkennen kann.29
Eine andere interessante Charakteristik der Bienenfresser ist ihre Spezialisierung in der Insektenjagd. Diese Vögel ernähren sich von Bienen, was erstaunlich ist, da es für andere Vögel tödlich sein könnte, Bienen zu fressen. Die Bienenfresser jedoch stört das Gift der Bienen nicht im geringsten. Diese Vögel reiben das Hinterteil der erjagten Bienen zuerst an einen Zweig ab, wobei das Bienengift ausgespritzt und somit unschädlich gemacht wird.30
Die anderen Körpereigenschaften des Bienenfressers sind ebenfalls der Bienenjagd angepasst. So hat er z.B. einen 4,5 cm langen Schnabel. Diese Länge ist sehr bedeutend, da die Insekten dem Vogel Schaden zufügen könnten während er sie versucht zu fangen, wenn sein Schnabel kürzer wäre. Außerdem ermöglicht es ihm die schmale Spitze seines Schnabels, seine Beute genau in dem Einschnitt zwischen Ober- und Unterkörper zu ergreifen, wodurch er sich wesentlich einfacher des Bienengifts entledigen kann.
Das Wissen, wie er das Gift eines Insekts unschädlich machen kann, ist gewiss nicht etwas, das der Vogel erlernt und dann entsprechend praktiziert haben könnte. Niemand kann behaupten, dass der Vogel solch eine Taktik unter lebensgefährlichem Risiko auf empirische Weise entdeckt habe. Die Anwendung solch einer rationalen Methode macht es deutlich, dass der Vogel mit dem entsprechenden angeborenen Wissen seinem Ei entschlüpfte. Darüber hinaus ist die Tatsache, dass die körperlichen Strukturen des Vogels ideal dem Jagen angepasst sind, ein offensichtlicher Hinweis darauf, dass dieses Geschöpf in der Weise erschaffen worden war, die ihm das Fangen von Bienen ermöglichte. Wie alle anderen Lebewesen auf dieser Erde, wurden auch die Bienenfresser mitsamt der ihnen zueignen Charakteristiken und Fertigkeiten von Gott erschaffen.
Ein Adler erzeugt den zum Fliegen notwendigen Auftrieb durch nach unten gerichtete Flügelschläge. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Muskeln, durch welche die Flügel nach unten gedrückt werden größer als die, welche die Flügel anheben. Die Flugmuskeln sind sehr wichtig für den Adler.
Diese Muskeln machen im Großen und Ganzen die Hälfte des Gesamtgewicht des Vogels aus. Der Adler kann seinen Flug beschleunigen oder verlangsamen indem er die Stellung seiner Flügel ändert. Wenn der Adler schneller fliegen möchte wendet er die Vorderseite der Flügel nach innen dem Wind entgegen, so dass sie die Luft durchschneiden. Wenn er langsamer fliegen möchte, richtet er die Breitseite der Flügel dem Wind entgegen.
Alle Adler haben ein zusätzliches Augenlid, das als "Nickhaut" bezeichnet wird. Die Aufgabe dieses Lids ist es, das Auge des Vogels zu reinigen und zu schützen. Wenn sie z.B. ihre Küken füttern, ziehen die Adler gewöhnlich diese Nickhaut als eine Vorsichtsmaßnahme über ihre Augen, um diese vor jedem möglichen Schaden zu bewahren, den die Küken ihnen in ihrer Gier nach dem Futter tollpatschig zufügen könnten.31
Das Design des Adlers ist nicht nur auf eine makellose Flugtechnik ausgerichtet, sondern beinhaltet auch einen speziellen Entwurf in seinen Federn zum Landen. Wenn ein Adler die Landung vorbereitet vermindert er seine Geschwindigkeit indem er seine Schwanzfedern in einem Winkel zu seinem Körper nach unten spreizt und auch den inneren Rand der Flügel richtet er nach unten und verwendet sie so als Bremse. Während der Adler jedoch an Geschwindigkeit verliert bilden sich Luftwirbel auf der Oberseite der Flügel, welche die Gefahr eines Stillstands herbeiführen. Dieser Gefahr wirkt der Adler jedoch in der Weise entgegen, dass er drei oder vier Federbüsche am Rand der Flügel aufrichtet, wodurch ein Luftstrom über die Flügeloberfläche geleitet wird, der einen ebenmäßigen Luftfluss wiederherstellt und dem Vogel ermöglicht, seinen Flug unbehindert zu ende zu bringen.32
In den bisher aufgeführten Beispielen tritt eine Tatsache offensichtlich zutage. Selbst diese wenigen Einzelheiten im körperlichen Design des Adlers sind so perfekt, dass sie unmöglich durch Zufall entstanden sein konnten. Dies ist ein klarer Beweis für uns, dass auch der Adler, wie alle anderen Vögel und Geschöpfe von Gott, dem Allmächtigen erschaffen wurden.
Der Webervogel sammelt zuerst das Material zusammen, das er benützt. Entweder schneidet der Vogel dünne, lange Streifen aus frischen, grünen Blättern, oder er benützt die Mittelvene der Blätter. Er hat guten Grund, frische Blätter zu verwenden, da es ihm schwierig wäre Material von getrockneten Blättern zum Weben zu verwenden, während sich dieser Vorgang sehr einfach mit frischen Blattfasern durchführen lässt. Der Vogel beginnt seine Arbeit indem er zuerst ein Ende des, aus einem Blatt herausgetrennten Streifens um einen Ast wickelt. Während er ein Ende des Streifens mit einem Fuß gegen den Ast hält, handhabt er das andere mit seinem Schnabel.
Um zu vermeiden, dass die Fasern hinunterfallen, knotet er sie aneinander. Zuerst macht der Vogel eine Schlaufe, die der Eingang zu seinem Nest bildet. Danach zieht er die Blattfasern in geordneter Weise über- und untereinander, indem er seinen Schnabel wie ein Weberschiffchen verwendet. Der Vogel muss ermessen, wie fest es jeden Streifen während des Webevorgangs anziehen muss, denn wenn es zu locker gewebt wäre, würde das Nest zusammenbrechen. Darüber hinaus muss er die endgültige Form des Nests im Auge behalten, so dass er entscheiden kann, wann die Nestwand gewölbt, bzw. ausgebuchtet werden soll.
Nachdem er den Eingang gewebt hat, beginnt der Vogel, die Nestwand zu weben. Um das zu tun hängt er mit dem Kopf nach unten, und fährt fort vom Nestinneren aus zu arbeiten. Mit seinem Schnabel schiebt er eine Faser unter die andere und hält das lose Ende der Faser fest und zieht es an. Auf diese Weise wird ein sehr ordentliches Gewebe gebildet.33
Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, folgt der Webervogel im Bau seines Nests immer bestimmten Schritten. Zuerst sammelt er das am besten geeignete Material für das Nest zusammen. Er beginnt nicht von irgend einem Punkt aufs Geratewohl loszuweben, sondern macht zuerst den Eingang und baut die Nestwand dann von dort aus weiter. Es ist gewiss nicht vernünftig zu behaupten, dass sich die Webervögel diese Kunstfertigkeit durch unbewusste Zufälle aneigneten. Die Tatsache, dass auch die Webervögel, wie alle anderen Lebewesen, durch die Inspiration Gottes handeln, ist eine offensichtliche Wahrheit, die jedem mit Vernunft und Bewusstsein begabten Menschen ohne weiteres einleuchten sollte.
Das Gleithörnchen ist eines der Millionen von Geschöpfen, die Eigenschaften besitzen, mit denen man sich die eintönige Denkweise, an die man gewohnt sein mag, abgewöhnen kann. Diese Verwandten der Eichhörnchen kommen in Australien in Größen von 45 bis 90 cm vor. All diese Geschöpfe, die wie Drachenflieger von Baum zu Baum segeln können, leben in den Bäumen. Um auf diese Weise fliegen zu können, sind sie mit einer Flughaut ausgestattet, die sich unter ihren Vorderbeinen befindet.
Die Flughaut der Kurzkopfgleitbeutler erstreckt sich zwischen den Gelenken der Vorder- und Hinterpfoten. Sie ist schmal und hat lange quastenähnliche Haarbüschel. In anderen Arten von Gleithörnchen besteht diese fallschirmähnliche Struktur aus einer pelzigen Haut. Die Tiere springen von einem Baumstamm oder Zweig ab und segeln mithilfe dieser flügelartigen Gleitfläche in einem Sprung über Entfernungen bis zu 30 m. Die größeren Gleithörnchen bewegen sich von Baum zu Baum wie Drachenflieger und es wurden Entfernungen von 530 m gemessen, welche sie in nur 6 aufeinanderfolgenden Sprüngen zurücklegten.34
So haben auch die Gleithörnchen Charakteristiken, die ausschließlich ihnen zu eigen sind, wie die vielen anderen Lebewesen, deren Beispiele in diesem Buch aufgeführt wurden. Wenn man darüber nachsinnt, wie die unvergleichlichen Eigenheiten, welche Millionen von Spezies auf dieser Erde besitzen, ins Dasein kamen, wird man sogleich verstehen, dass nicht eine einzige von ihnen durch Zufallsereignisse entstanden sein konnte, und dass auch das entsprechende Lebewesen solch vollkommene Eigenschaften und Fähigkeiten nicht von sich selbst aus oder durch Zufall aneignen konnte. Gott erschuf alle Tiere, Pflanzen und Menschen in vollkommener Fasson. Dies ist eine offensichtliche Tatsache für diejenigen, die mit Weisheit und Bewusstsein darüber nachdenken.
Diese Tatsache zu verstehen und sein Leben dementsprechend zu führen, ist eine Verhaltensweise, die einem selbst zu Nutzen ist, denn es ist die Pflicht des Menschen in dieser Welt, die wunderbare Schöpfung Gottes zu erkennen und Gottes unbegrenzte Allmacht und Sein unendliches Wissen vor dieser Schöpfung zu preisen und zu verherrlichen.